Fragen und Antworten

· Warum heißt es Ballonfahren und nicht -fliegen?

Der Begriff stammt aus der Entstehung der Luftfahrt. Da gab es nur die Schifffahrt, und man nahm an, daß der Ballon im Meer der Lüfte fährt, so wie das Schiff zur See fährt. Es gibt auch eine physikalisch wissenschaftliche Erklärung, aber die ist jünger und nur halb so „schön“.

·  Ist eine Ballonfahrt gefährlich?

Nein. Es müssen natürlich, wie übrigens in jeder Sportart, bestimmte Sicherheitsregeln beachtet werden.

·  Wie viele Unfälle passieren beim Ballonfahren?

Ganz wenige, in nahezu allen Fällen handelt es sich dabei um Verhaltensfehler.

·  Wie viele Personen können mitfahren?

Je nach Korbgröße und Tragkraft der Hülle bis zu 15 Personen. Im BVE fahren wir allerdings mit maximal 4 – 5 Personen, was sicherlich wesentlich schöner für alle im Korb ist!

·  Ist „nur“ ein Pilot an Bord, oder gibt es einen Co-Piloten?

Das Luftfahrtgesetz kennt nur einen verantwortlichen Luftfahrzeugführer. Er / Sie ist für alles vom Start bis zur Landung verantwortlich. Einige Vereine bestimmen, daß zusätzlich zum BallonführerIn eine weitere sachkundige Person an Bord sein sollte. Beim BVE wird es auch so gehandhabt.

·  Wie wird man zum Ballonpiloten?

Durch Beginn einer Ausbildung, die in Theorie und Praxis unterteilt ist.

·  Muß der Pilot regelmäßig Fahrten nachweisen um seine Lizenz zu erhalten?

Ja, alle PilotenInnen müssen sich regelmäßig, in gesetzlich genau festgelegten Fristen einer flugärztlichen Kontrolle unterziehen und Fahrten als verantwortlicher Luftfahrzeugführer nachweisen.

·  Warum darf an Bord nicht geraucht werden? Beim Heißluftballon ist doch auch ein Brenner an Bord.

Der Gasballon wird mit leichtentzündlichem Wasserstoff als Traggas gefüllt.Um jegliche Gefahr eines Brandes oder einer Explosion auszuschließen, darf vom Beginn des Füllvorganges bis zum Ende des Verpackens der Hülle nach der Landung in einem Umkreis von 50 m nicht geraucht, oder mit offenem Feuer hantiert werden. Während der Fahrt im Korb besteht zu keiner Zeit die Gefahr, daß die Passagiere mit Wasserstoff oder Wasserstoffgemisch in Kontakt kommen, aber auch hier gilt die absolute Sicherheitsregel. Auch beim Heißluftballon ist der Kontakt der Passagiere mit dem Propangas ausgeschlossen, aber auch hier gehen die Ballöner auf „Nummer sicher“.

·  Was zieht man bei einer Ballonfahrt an?

Wetterfeste Kleidung, incl. Schuhe mit Knöchelschutz. Am besten so, als wollten Sie an diesem Tage wandern.

·  Gibt es Altersgrenzen (Ober- und / oder Untergrenzen) für eine Mitfahrt im Ballon?

Nein. Körperliche Fitness ist der einzige Maßstab. Allerdings zeigt die Erfahrung, daß Kinder unter 12 schnell die Lust an der Fahrt verlieren.

·  Welche körperlichen Gebrechen (Hüfte, Knie…) würden die Mitfahrt ausschließen?

Steifes Bein, Rückgratschäden, event. Steifer Arm, oder wenn aus anderen medizinischen Gründen der Sprung von einem etwa 1 m hohen Tisch auf den Boden nicht zulässig ist.

·  Muß ich bei der Mitfahrt auch (körperlich) mitarbeiten?

Ja, und zwar beim Aufrüsten und beim Verpacken des Ballones und der Ausrüstung.

·  Wie kommen wir nach der Fahrt zurück nach Hause?

Normalerweise wird der Ballon am Boden von einem Verfolgerfahrzeug begleitet, welches die Besatzung nach der Landung wieder aufnimmt.

·  Kann auch jemand den Verfolger begleiten?

Ja, gerne. Die Möglichkeit richtet sich nach der max. Personenzahl, die das Verfolgerahrzeug aufnehmen kann.

·  Passiert an dem Tag noch was außer der eigentlichen Fahrt?

Nach dem Verpacken wird in der Regel möglichst bald in einer Gaststätte/Restaurant auf dem Weg nach Hause ein Landefest gefeiert, um die Luftreise noch einmal nachzuerleben.

·  Wie hart ist die Landung?

Diese Frage kann pauschal nicht beantwortet werden. Es richtet sich nach den Wetter- und Bodenbeschaffenheiten. Der Stoß entspricht im Regelfall maximal dem Aufprall nach einem Sprung von einem 1 m hohen Tisch. Nicht selten ist er aber noch wesentlich „weicher“.

·  Kann der Korb beim Landen umfallen?

Ja, je nach Bodenwind und Entleerunggeschwindigkeit der Hülle kann diese sich wie ein Segel formen, wird vom Wind erfasst und von diesem nach vorne gezogen. Dabei kann der Korb auch mal umkippen. Da aber vorher alle Gegenstände gesichert werden und alle Personen an Bord die notwendigen Verhaltensregeln gelernt haben ist dies meißt völlig unproblematisch, wenn es überhaupt vorkommt.

·  Können wir mit anderen Ballonen oder Flugzeugen zusammenstoßen?

Theoretisch ja, ist aber in der Praxis noch nicht vorgekommen. Luftfahrzeuge müssen bestimmte Sichten haben und bestimmte Sicherheitsabstände einhalten. Da der Ballon das am wenigsten steuerbare Luftfahrzeug ist, hat es immer „Vorfahrt“. Privatflugzeuge fliegen auf Sicht und müssen ausweichen, Verkehrsflugzeuge fliegen in anderen Höhen und werden von der Flugsicherung geleitet. In Flugplatznähe übernimmt die Flugsicherung die Abstimmung zwischen Flugzeugen und Ballonen

·  Was muß man zu einer Ballonfahrt mitbringen?

Verpflegung, Getränke. Evtl.Brille (am besten mit Sicherheitsbändsel gegen Herunterfallen), Medizin, soweit sie zum regelmäßigen Tagesbedarf gehört. Straßenschuhe zum Wechseln mit den Wanderschuhen nach der Fahrt (bleiben im Verfolgerfahrzeug).

·  Wie muß ich mich auf eine Ballonfahrt vorbereiten?

Gesundheitliche Fitness prüfen, möglichst am Tage vorher, insbesondere am Abend, äußerst sparsam mit Alkohol umgehen.

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